Sicherheit

 

Das Wohl und die Sicherheit von Patienten, Bewohnern, Mitarbeitern und Gästen haben am Vinzenz von Paul Hospital einen hohen Stellenwert.

Die Krankenhaushygiene hat das Ziel, Krankenhausinfektionen zu verhüten, gegebenenfalls rechtzeitig zu erkennen und zu bekämpfen. Sie stellt ein elementares, gesetzlich verankertes, bereichs- und berufsgruppenübergreifendes Qualitätskriterium in Diagnostik, Behandlung und Pflege dar.

Hygienekommission:

Die personelle Verantwortung für die Hygiene im Vinzenz von Paul Hospital sowie ihre fachliche Vielfältigkeit spiegelt sich in der Zusammensetzung der Hygienekommission wider, die gemäß Verordnung des Sozialministeriums über die Hygiene und Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen (MedHygVO) vom 20. Juli 2012 mindestens zweimal jährlich zusammentrifft:

  • Ärztlicher Leiter (Vorsitzender)
  • Leitung des Pflegedienstes
  • Kaufmännische Leitung
  • Heimleitung des Luisenheims
  • Externer Hygieniker
  • Hygienebeauftragte Ärzte
  • Hygienefachkräfte
  • Technische Leitung
  • Apothekenleitung

Je nach Inhalten der Tagesordnung wird der Teilnehmerkreis zur fachlichen Beratung um Experten, wie beispielsweise Chefärzte, Betriebsarzt und Hauswirtschaftsleitung erweitert.

Gesetzliche Aufgaben der Hygienekommission:

  • die im Hygieneplan festgelegten innerbetrieblichen Verfahrensweisen zur Infektionshygiene zu beschließen, an deren Fortschreibung mitzuwirken und deren Einhaltung zu überwachen
  • auf der Basis des Risikoprofils der Einrichtung den erforderlichen Bedarf an Fachpersonal festzustellen
  • Erfassung, Bewertung und Dokumentation von Patientinnen und Patienten festzulegen, von denen ein Risiko für nosokomiale Infektionen ausgeht sowie geeignete Schutzmaßnahmen festzulegen
  • bei der Planung von Baumaßnahmen, der Beschaffung von Anlagegütern und der Änderung von Organisationsplänen mitzuwirken, soweit Belange der Hygiene und Infektionsprävention berührt sind
  • den hausinternen Fortbildungsplan für das Personal auf dem Gebiet der Hygiene und Infektionsprävention einschließlich des Antibiotikaeinsatzes zu beschließen
  • Empfehlungen zu erarbeiten, wie nosokomiale Infektionen, das Auftreten von Krankheitserregern mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen sowie Aufzeichnung des Antibiotikaverbrauchs. Sie hat diese Aufzeichnungen zu bewerten und sachgerechte Schlussfolgerungen für Maßnahmen der Hygiene und Infektionsprävention sowie den Einsatz von Antibiotika zu ziehen

Hygienealltag:

Im Klinik- und Heimalltag sind es vor allem die Mitarbeiter von Pflegedienst, Ärztlichem Dienst, Funktionsdienst und Hauswirtschaft, die in ihrer Arbeit professionell die aktuellen hygienischen Standards umsetzen. Ständige fachliche Unterstützung erhalten sie dabei durch das Team der Klinikhygiene, bestehend aus den Hygienebeauftragten Ärzten und Hygienefachkräften des Hauses. Neben dem vorzugsweise persönlichen Kontakt zu diesen speziell ausgebildeten Fachleuten steht den Mitarbeitern des Hauses im Intranet ein umfangreiches Regel- und Nachschlagewerk zu allen wichtigen hygienischen Fragen und Problemfällen zur Verfügung. Auf diese Weise sind alle Mitarbeiter rund um die Uhr in der Lage, hygienische Problemfälle schnellstmöglich zu klären und auch bei Abwesenheit der Klinikhygiene Zugriff auf alle notwendigen Handlungsanweisungen zu erlangen. Zum täglichen intensiven Dialog mit den Mitarbeitern „vor Ort“ kommt für die Klinikhygiene noch eine Fülle weiterer Aufgaben hinzu:

  • Sichtung und Auswertung aller mikrobiologischen Befunde des Hauses
  • Überwachung des internen und externen Infektionsmeldewesens
  • Erfassung und Ursachenklärung möglicher Krankenhausinfektionen und Einleitung notwendiger Gegenmaßnahmen im Einvernehmen mit den Behandlungsteams
  • Erhebung von Infektionsstatistiken, epidemiologische Untersuchungen
  • Berichterstattung an die Klinikleitung über hygienerelevante Vorgänge
  • Erstellung, Fortschreibung, Überwachung von Hygieneplänen und hygienisch relevanten Ar-beitsplänen im Intranet
  • Mitwirkung bei der Einhaltung der krankenhaushygienischen Regeln (z.B. Begehungen, Überwachung der Pflegetechniken und anderer Arbeitsabläufe)
  • Durchführung und Koordinierung hygienischer Kontrollen, wie z.B. Trinkwasserkontrollen und Überprüfung von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten
  • Durchführung und Koordinierung der vorbeugenden und abwehrenden Schädlingsbekämpfung
  • Personalschulung, Hygieneunterricht in der Krankenpflegeschule und Fortbildungen in der Hospital-Akademie
  • Mitwirkung bei der Auswahl hygienerelevanter Verfahren und Produkte (z.B. Ver- und Entsorgung, Reinigungs- und Desinfektionsmittel, Medizinprodukte)
  • Mitwirkung bei der Planung funktioneller und baulicher Maßnahmen
  • Mitwirkung im Arbeitsschutzausschuss und beim Gefahrstoffmanagement
  • Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden
  • Mitwirkung im MRE Netzwerk (Multiresistente Erreger) des Landkreises Rottweil
  • Mitwirkung in der Sektion „Hygiene in der ambulanten und stationären Kranken- /Altenpflege und der Rehabilitation“ der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)

Durch die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Fachbereiche mit der Klinikhygiene sowie die im Qualitätshandbuch festgeschriebenen Hygienekonzepte stellt das Vinzenz von Paul Hospital den zeitgemäßen gesetzlichen Infektionsschutz für seine Patienten, Bewohner und nicht zuletzt auch seiner Mitarbeiter sicher.

Für medizinische Notfälle im Vinzenz von Paul Hospital mit seinem umfangreichen Parkgelände steht ein Notfallteam zur Verfügung. Dieses setzt sich zusammen aus den erfahrenen Notfallteamleitern, den jeweiligen Ärzten vom Dienst und weiteren geschulten Mitarbeitern, aus den unterschiedlichsten Bereichen des Hauses.

Bei einem Notfall informieren die Mitarbeiter über eine hausinterne Notrufnummer die Pforte, die wiederum die Alarmierung des Notfallteams übernimmt. Um die betreffende Stelle zu entlasten übernimmt die Pforte die weitere Organisation. Beispielsweise sorgt sie dafür, dass der nächstliegende Defibrillator und Notfallkoffer zum Einsatzort gebracht werden oder sie informiert bei Bedarf externe Unterstützung.

Das Notfallteam trainiert regelmäßig den Umgang mit der Notfallausrüstung und das strukturierte Vorgehen.

Um die Zeit bis zum Eintreffen des Notfallteams bestmöglich zu überbrücken, wird im Vinzenz von Paul Hospital Wert daraufgelegt, dass alle Mitarbeiter Basismaßnahmen für einen medizinischen Notfall beherrschen. Hierfür werden über die hauseigene Fort- und Weiterbildungsstätte regelmäßig Schulungen und Trainings angeboten.

Die Werkfeuerwehr hat die Aufgabe den vorbeugenden und den abwehrenden Brandschutz auf dem Gelände des Vinzenz von Paul Hospitals sicherzustellen. Konkret heißt dies, dass sie die Qualität des betrieblichen Brandschutzes gewährleistet. Die Präventionsaufgabe "Vorbeugender Brandschutz" wird durch regelmäßige Begehungen durch alle Bereiche, der Beratung der Geschäftsleitung und Architekten in brandschutztechnischen Fragen sowie den innerbetrieblichen Brandschutzübungen und -unterweisungen, auch für die Tageskliniken, wahrgenommen.

Sollte es trotz aller Prävention zu einem Schadenfeuer oder Notstand, verursacht durch Naturereignisse, Einstürze, Unglücksfälle oder dergleichen kommen, wird die Werkfeuerwehr mit speziell abgestimmten Gefahrenabwehrmaßnahmen reagieren. Der Einzelne und das Gemeinwesen ist vor hierbei drohenden Gefahren zu schützen. Im Übrigen hat die Werkfeuerwehr zur Rettung von Menschen und Tieren aus lebensbedrohlichen Lagen technische Hilfe zu leisten. Zudem kann die Werkfeuerwehr auch bei anderen Notlagen zur Hilfeleistung für Menschen und Tiere herangezogen werden. Dies alles rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr!!!

Bei größeren Einsätzen außerhalb des Geländes des Vinzenz von Paul Hospitals kann die Werkfeuerwehr von der Feuerwehr Rottweil oder dem Landratsamt zur Hilfeleistung angefordert werden.

Mannschaftsstand:

Die Werkfeuerwehr hat zurzeit 22 Mitglieder. Die Angehörigen der Werkfeuerwehr rekrutieren sich aus allen Arbeitsbereichen des Vinzenz von Paul Hospitals.

Leitung der Werkfeuerwehr:

Geführt wird die Werkfeuerwehr vom Kommandanten Karsten Aberle und seinem Stellvertreter Patrick Bihler. Unterstützt werden sie von den Zug- bzw. Gruppenführern Jörg Deschensky, Thomas Hezel und Christian Renner.

Ausbildung und Übungen:

Voraussetzung für die Tätigkeit in der Feuerwehr ist eine qualifizierte Aus- und Fortbildung. Die Lehrgänge, beginnend mit dem Kombinationslehrgang "Grundausbildungs und Sprechfunk" und weiterführend mit dem Atemschutz- und Maschinistenlehrgang bis hin zum Truppführerlehrgang finden auf Kreisebene statt und werden an den Ausbildungsstützpunkten Rottweil und Sulz durchgeführt. So haben die Werkfeuerwehrangehörigen immer das gleiche Ausbildungsniveau wie Angehörige einer Gemeindefeuerwehr.

Führungskräfte werden an der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal - übrigens eine der modernsten Feuerwehrschulen in Europa - ausgebildet. Dies betrifft bei der Werkfeuerwehr die Gruppen-, Zugführer- und weitere Führungslehrgänge.

Die Werkfeuerwehr trifft sich an jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat zum Übungsdienst. Bei diesen Diensten wird nach den Feuerwehrdienstvorschriften, an denen sich auch eine Werkfeuerwehr orientieren muss, geübt oder es wird die Objektkenntnis, bei Umbauten oder Neubauten, vertieft. In einigen Diensten wird sich bewusst mehr Zeit genommen, um mit bestimmten Gerätschaften zu üben oder Fahrzeuge oder Vorgehensweise kennen zu lernen bzw. zu intensivieren. Dies betrifft beispielsweise die Maschinisten- oder Atemschutzausbildung. 

 

Ausrüstung und Gerätschaften:

Die Werkfeuerwehr ist mit einem Kommandowagen, Mannschafts- und Atemschutzfahrzeug, einem Löschgruppenfahrzeug und einer Drehleiter ausgerüstet. Auf diesen Fahrzeugen sind moderne Gerätschaften für eine effektive Brandbekämpfung verlastet. Besonders erwähnenswert sind hierbei eine Wärmebildkamera, zwei Überdrucklüfter, neue und leichte Atemschutzgeräte mit Compositeflaschen, Rauchschutzvorhänge, Schnellangriffstaschen, Schlauchtragekörbe und 20 Fluchthauben.

Jeder einzelne Feuerwehrangehörige ist mit einer persönlichen Schutzausrüstung ausgestattet. Die Feuerwehreinsatzjacken und -hosen „Modell Rottweil“ wurden im Jahre 2005 beschafft und entsprechen der Europäischen Norm, der "EN 469". Weiterer Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung sind der Helm, die Handschuhe und die Stiefel. Zusätzlich ist jeder Feuerwehrangehörige mit einem analogen Funkmeldeempfänger für die Alarmierung ausgestattet.

Einsätze:

Im Einsatzfall wird die Werkfeuerwehr von der Feuerwehrleitstelle Rottweil über Funkmeldeempfänger alarmiert. "Nach der Alarmierung haben sich die Feuerwehrangehörigen unverzüglich am Feuerwehrhaus einzufinden" (Wortlaut Feuerwehrgesetz). Dort ziehen sie sich die persönliche Schutzausrüstung an, besetzen die Fahrzeuge und fahren die Einsatzstelle an. Die Einsatzleitung hat der Kommandant. Bei dessen Verhinderung übernimmt sein Stellvertreter oder einer der Gruppenführer die Einsatzleitung.

Die Werkfeuerwehr wird werktags von 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr automatisch vom Löschzug Altstadt der Feuerwehr Rottweil mit einem Löschfahrzeug unterstützt, von 16.00 Uhr bis 7.00 Uhr an den Werktagen und an den Wochenenden rund um die Uhr wird die Feuerwehr Rottweil parallel mitalarmiert und rückt innerhalb weniger Minuten mit einem Löschzug an.

Der Beauftragte für Medizinproduktesicherheit nimmt gem. § 6 MPBetrV in der Fassung vom 01.01.2017 folgende Aufgaben wahr:

  • die Aufgaben einer Kontaktperson für Behörden, Hersteller und Vertreiber im Zusammenhang mit Meldungen über Risiken von Medizinprodukten sowie bei der Umsetzung von notwendigen korrektiven Maßnahmen
  • die Koordinierung interner Prozesse der Gesundheitseinrichtung zur Erfüllung der Melde- und Mitwirkungspflichten der Anwender und Betreiber und
  • die Koordinierung der Umsetzung korrektiver Maßnahmen und der Rückrufmaßnahmen durch den Verantwortlichen nach § 5 des Medizinproduktegesetzes in den Gesundheitseinrichtungen.

Sie erreichen den Beauftragten für Medizinproduktesicherheit des Vinzenz von Paul Hospitals unter Medizinproduktesicherheit@VvPH.de