Station St. Josef

 

Spezialstation für psychosomatische Erkrankungen einschließlich Traumafolge- und Schmerzstörungen

Behandlungsschwerpunkte

  • Belastungs-, Anpassungs- und posttraumatische Störungen
  • Somatoforme Störungen
  • Schmerzstörungen
  • Depression und Angststörungen



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Die psychosomatische Station St. Josef verfügt über insgesamt 24 Behandlungsplätze in 1- und 2-Bett-Zimmern. Die Psychosomatik ist über die Psychotherapie eine sprechende Medizin und eine körperintegrative Medizin. Hierbei sucht sie das Verstehen der körpereigenen Symptome als Signale für das Krankmachende wie auch nach salutogenetischen ("heilmachenden") Wegen und Vorgehensweisen. Die Psychosomatik geht davon aus, dass Gefühle über sogenannte sensovegetative-motorische Muster im Körper entstehen und dann in speziellen Gehirnregionen weiterverarbeitet werden. Dieses Modell vermag den wichtigen Zusammenhang zwischen affektiven Regungen (Freude, Ärger, Enttäuschung, Trauer, Schuld, Liebe, Hass ...) und körpderlicher Symptomatik (Verspannung, Verkrampfung, Druck, Schwindel, Schmerz, Erschöpfung, disoziativen Sehstörungen, Lähmungen ...) besser begreifbar machen.

Diagnostik

  • Psychischer und psychosomatischer Befund einschließlich psychodynamischer und verhaltensmedizinischer Diagnostik
  • Psychologische Testdiagnostik
  • EKG, EEG und Labor
  • Psychosomatische und somatische Schmerzdiagnostik;
    falls erforderlich: Untersuchungen durch die Neurologische Abteilung (Neurophysiologie, Computertomografie), Bereich Innere Medizin (Sonografie) oder externe konsiliarische Fachärzte

Therapieziele:

  • Symptomfreiheit/ Symptombesserung
  • Integrative Sichtweise der bio-psycho-sozialen Zusammenhänge
  • Erkennung und Abbau chronischer Stressbelastungen und Aufbau einer besseren Stressbewältigungskompetenz
  • Stärkung der sozialen Kompetenz und des Selbstwertes
  • Positive und nachhaltige Ressourcenaktivierung (Selbstfürsorge, Schlafregulation, Genussfähigkeit, ...)
  • Stabilisierung und Bearbeitung von Traumaauswirkungen
  • Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und der allgemeinen Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben

Therapeutische Angebote:

  • Störungsorientierte Einzel- und Gruppenpsychotherapie mit vorwiegend psychodynamischen, verhaltenstherapeutischen und Körperpsychotherapeutischen Vorgehensweisen
  • Anwendung spezifischer traumaorientierter Behandlungsmethoden z.B. EMDR, NET
  • Schmerzgruppe, Achtsamkeitsgruppe, Genussgruppe, Selbstwertgruppe
  • Falls erforderlich: medikamentöse Therapie
  • Soziales Kompetenztraining
  • Psychoedukation zu Körperwahrnehmung, Körperausdruck, Depression, Angst, Trauma, Schmerz
  • Körperpsychotherapie: Feldenkrais, Körperwahrnehmung, Biofeedback, vielfältige Sport- und Bewegungstherapie
  • Ergo- und Arbeitstherapie (z.B. Büro mit Computertraining), Kunsttherapie, Musiktherapie
  • Einbeziehung wichtiger Bezugspersonen; Angehörigengespräche
  • Sozialpädagogische Hilfe und Beratung
  • Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung und Entspannung im Klinikbereich: Tennis- und Fussballplatz, Minigolf, Kegelbahn, Fitnessraum, Sauna, Patientenbibliothek, Freizeittreff, Cafeteria, liebevoll gestaltete Parkanlage
  • Reizvolle Umgebung mit den zahlreichen Freizeitangeboten der Stadt Rottweil wie z.B. Aquasol

Weiteres Angebot:

  • Es besteht die Möglichkeit zum seelsorgerlichen Gespräch. Die Seelsorge bietet regelmäßig Meditations-/Achtsamkeitsstunden an.