Zentrum für Altersmedizin

 

Das Zentrum für Altersmedizin umfasst vier Stationen mit 104 Betten. Behandelt wird das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen im höheren Lebensalter.

Die Behandlung des psychisch kranken alten Menschen erfordert in besonderem Maße ein ganzheitliches Vorgehen, d.h. neben seelischen und lebensgeschichtlichen Aspekten müssen auch körperliche Faktoren und soziales Umfeld im Therapieplan sorgfältig berücksichtigt werden.
Dies beinhaltet in der Regel auch eine Einbeziehung der Angehörigen.

Behandlungsschwerpunkte

    Behandelt wird das ganze Spektrum psychischer Erkrankungen im höheren Lebensalter:

    • Demenzerkrankungen, insbesondere die Alzheimer-Demenz und Demenzen durch Schädigung der Hirngefäße
    • akute Verwirrtheitszustände, in der Mehrzahl der Fälle bei vorbestehender Demenzerkrankung
    • Depressionen
    • Psychosen

    Stationen

    Die Stationen des Zentrums für Altersmedizin wurden in den Jahren 2014-16 grundlegend umgebaut und modernisiert. In den hell und freundlich eingerichteten Zimmern stehen den Patienten eigene Nasszellen mit WC zur Verfügung.

    • Die beschützend geführte Station St. Maria 1 verfügt über 34 Betten, überwiegend in 1- und 2-Bettzimmern, demenzgerecht ausgestattete Gemeinschafts- und Aufenthaltsräume mit Kochzeile, Therapieräume und einen ebenerdigen Zugang zum begrünten Innenhof. Zusätzlich schließt sich ein über eine Rampe erreichbarer Garten an.
    • Die Station St. Maria 2 verfügt über 32 Betten, überwiegend in 1- und 2-Bettzimmern, einen Therapieraum auf Station sowie einen direkten Zugang zum Therapieraum in St. Michael.  Außerdem verfügt die Station über eine große Sonnenterasse. Da die Station beschützend geführt wird, wird mit den Patienten je nach Schutzbedürftigkeit bzw. Selbstständigkeit eine differenzierte Ausgangsregelung vereinbart.
    • Die Station St. Maria 3a,  erreichbar über den Eingang West, hat 18 Betten, einen Speisesaal und einen Aufenthaltsraum, in dem eine lebendige Stationsgemeinschaft gepflegt wird. Daran schließen sich zwei große Therapieräume an. Die Station wird offen geführt.
    • Die Station St. Maria 3b,  erreichbar über den Eingang Ost, verfügt über 20 Betten, meist 1- und 2-Bettzimmer, einen Speisesaal und einen Aufenthaltsraum, in dem eine lebendige Stationsgemeinschaft gepflegt wird. Die Station wird offen geführt. 

    Unsere Arbeit findet im multiprofessionellen Team statt, d.h. es besteht eine enge Kooperation der beteiligten Berufsgruppen (Ärzte, Pflegedienst, Sozialdienst, Ergo-/Physiotherapie u.a.m.) mit dem Ziel, eine bestmögliche Versorgung unserer Patienten zu gewährleisten. Sehr wichtig ist uns eine gute Zusammenarbeit mit zahlreichen Kooperationspartnern innerhalb (andere medizinische Abteilungen, Psychiatrische Institutsambulanz u.a.m.) und außerhalb des Hospitals (Hausärzte, andere Krankenhäuser, ambulante und stationäre Altenhilfe u.a.m.). Ebenso stehen wir in einem regelmäßigen Austausch mit den Arbeitskreisen, die sich die Verbesserung der Betreuung Demenzkranker in den vier Landkreisen unseres Versorgungsgebietes zum Ziel gesetzt haben. Die Geschäftsstelle der „Alzheimer Initiative im Landkreis Rottweil“ ist an unserer Abteilung angesiedelt.

    Außer in Notfällen erfordert die Aufnahme zur stationären Behandlung in unserer Abteilung eine ärztliche Einweisung. Die Anmeldung und Organisation der Aufnahme erfolgt über die Zentrale Aufnahme des Hospitals.

    Diagnostik und Therapie

    Die Diagnostik umfasst die sorgfältige psychiatrisch-neurologische und internistisch-geriatrische Untersuchung des Patienten, ergänzt durch apperative diagnostische Verfahren. Behandlungsziel ist die Wiederherstellung der Gesundheit. Wo dies nicht möglich ist, wird eine Besserung der Krankheitssymptome angestrebt, um den Betroffenen und ihren Angehörigen wieder zu einer akzeptablen Lebensqualität zu verhelfen.

    Therapeutische Angebote

    • Aktivierende Pflege
    • Psychiatrische Regelbehandlung
    • Psychiatrische Intensivbehandlung
    • Psychotherapeutische Krisenintervention
    • Behandlung körperlicher Begleiterkrankungen
    • Sozialarbeiterische Beratung von Patienten und Angehörigen
    • Ergotherapie
    • Bewegungstherapie
    • Physiotherapie
    • Musiktherapie
    • Kognitives Training
    • Alltagstraining
    • Selbstständigkeits- und Orientierungstraining
    • Ressourcenorientierte Aktivitäten
    • Erinnerungstherapie
    • Basale Stimulation
    • Milieutherapie
    • Familiengespräche