BWF - Betreutes Wohnen in Familien

 

Seit Anfang 2011 ist das Betreute Wohnen in Familien in Trägerschaft des Vinzenz von Paul Hospitals.

Das Betreute Wohnen in Familien

  • richtet sich an erwachsene Menschen mit psychischen Schwierigkeiten oder Behinderungen, denen eine eigenständige Lebensführung dauerhaft oder auf Zeit nicht möglich ist und für die eine Gastfamilie längerfristig den geeigneten Rahmen bieten kann.
  • bietet die Chance, im Gastfamilienalltag Normalität und Sicherheit zu erfahren und eigene oft ungeahnte Ressourcen in diesem Umfeld zu aktivieren.

Das Angebot des BWF richtet sich an Menschen mit den unterschiedlichsten Erkrankungen, die verschiedenartige Auswirkungen zur Folge haben.

Im Einzelnen zählen dazu beispielsweise

  • Depressionen
  • psychotische Störungen
  • Erfahrungen mit Suchtmitteln
  • Ängste
  • drohende Verwahrlosung
  • psychische Veränderungen im Alter

Voraussetzungen für die Einleitung einer derartigen Eingliederungshilfemaßnahme sind die Bereitschaft zu einem Leben in familiärem Rahmen und die Fähigkeit, sich in die jeweilige Familienstruktur zu integrieren.

Unsere Gastfamilien

Sie brauchen keine besonderen fachlichen oder pädagogischen Vorkenntnisse. Wichtig ist ihre Bereitschaft, sich auf das Zusammenleben mit einem Menschen mit Unterstützungsbedarf einzulassen. Die Gastfamilien bieten neben einem geeigneten Wohnraum ein Zuhause und Verlässlichkeit, aber auch Raum für die persönliche Freiheit und Entwicklung des Gastes.

Bei der Zuordnung wird genau überlegt, welche Familienstruktur, welches Wertesystem, welches Umfeld und welches Verhältnis von Nähe und Distanz der künftige Bewohner braucht.

Personen die sich für das Betreute Wohnen in Familien interessieren, insbesondere die Rolle als Gastfamilie, können sich jederzeit gern mit dem Team in Verbindung setzten. Als Gastfamilie verstehen wir nicht nur die klassische Familienstruktur beispielsweise auch Alleinstehende und Lebensgemeinschaften.

Die Vermittlung

Interessiert sich ein Hilfesuchender bzw. sein gesetzlicher Betreuer für das Angebot des Betreuten Wohnens in einer Familie, findet in der Regel ein Informationsgespräch in den Räumlichkeiten des Fachdienstes statt.

Bei positivem Verlauf, wird bei dem für den Hilfesuchenden zuständigen Kostenträger ein Antrag auf Eingliederungshilfe gestellt. In enger Kooperation mit dem Fachdienst erstellt dieser einen bedarfsgerechten Hilfeplan.

Die Vermittlung erfolgt auf der Grundlage des bisherigen Krankheitsverlaufes und des daraus resultierenden Hilfebedarfes sowie aus den Ressourcen, die durch die Gastfamilie, zur Verfügung stehen.

Die Begleitung

Die Begleitung ist auf den individuellen Bedarf abgestimmt und geschieht durch:

  • regelmäßigen Kontakt mit Bewohner und Gastfamilie in Form von Hausbesuchen, Telefonaten und ggf. Gesprächen im Fachdienst

  • Unterstützung in Klärungsprozessen bei allen im Zusammenleben auftretenden Fragen und Problemen

  • intensive Begleitung in der Anfangszeit des Betreuungsverhältnisses und in den eventuell auftretenden Krisensituationen

  • Anleitung und Unterstützung zur Entwicklung und Verbesserung der eigenen Ressourcen des Bewohners

  • Initiierung einer gesetzlichen Betreuung (bei Bedarf)

  • Angebot der Abwicklung aller organisatorischen Angelegenheiten (z.B. Unterstützung und Beratung bei notwendigen Sozialleistungsanträgen)

  • ggf. Vermittlung fachärztlicher und therapeutischer Begleitung

  • Planung und Durchführung von Freizeitangeboten

  • Durchführung von Trainingsmaßnahmen (z.B. Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, Ämtergänge, Einkäufe)

Unser Team

Das Team setzt sich zusammen aus Diplomsozialpädagoginnen (FH/BA)  und Fachpersonal für Krankenpflege mit langjähriger Berufserfahrung in folgenden Arbeitsfeldern:

  • Psychiatrie
  • Behinderten- und Jugendhilfe
  • Pflege
  • Heimleitung
  • Ausbildungsvermittlung

Es bestehen Zusatzqualifikationen in den Bereichen Management in Wohneinrichtungen sowie Management in Erziehungs-, Sozial- und Gesundheitswesen.