Fachbereich Abhängigkeitserkrankungen
Wir über uns
Die Abhängigkeit von Suchtmitteln sehen wir als eigenständige Krankheit und nicht als bloßes Symptom einer anderen Störung an. Dieser Auffassung liegt ein Verständnis von Abhängigkeitserkrankung als einem weitgehend erlernten Verhalten auf dem Hintergrund biologischer und somatischer Wirkgrößen zugrunde. Die Kenntnis organisch-physiologischen sowie verhaltens- und erlebnismäßigen Zusammenwirkens einzelner Faktoren ist für die Behandlung des abhängigen Individuums entscheidend. Da die Abhängigkeitserkrankung kein einheitliches Krankheitsbild darstellt, ist es notwendig, das Behandlungskonzept auf die jeweiligen Besonderheiten der Entstehung und Aufrechterhaltung des einzelnen abhängigen Verhaltens ständig abzustimmen.
Der Fachbereich Abhängigkeitserkrankungen des Vinzenz von Paul Hospitals ist in drei Stationen mit insgesamt 57 Betten gegliedert und erfüllt einen Versorgungsauftrag für ca. 600.000 Einwohner der Landkreise Rottweil, Zollernalb, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen. Die Durchführung einer differenzierten Diagnostik (EKG, Röntgen, Sonografie, CCT, testpsychologische Diagnostik etc.) ist die Voraussetzung für eine effektive Therapie. Diese umfasst das gesamte Spektrum der Abhängigkeitserkrankungen (Tabak, Alkohol, Medikamente, illegale Drogen), häufig in Verbindung mit comorbiden Störungen.
Die geschlossen geführte Suchtaufnahmestation und die nachfolgende offene Motivationsstation bilden konzeptionell eine Einheit: hier findet die "qualifizierte Entgiftung" statt. Nach Abschluss dieser Behandlungseinheit besteht die Möglichkeit zur psychiatrisch-psychotherapeutischen Weiterbehandlung auf einer offenen Spezialstation, die v.a. comorbiden Patienten offen steht (Sucht plus psychiatrische Erkrankung).

